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03.04.10Persönliche Berichte unserer Weltcupsegler

Kategorie: Leistungssegeln, SVSH

Von: Petra Homeyer

Princesa Sofia in Palma de Mallorca

Simon vor Palma

Simon im Feld der Lasersegler

Lennart und Morten, hier vor Miami

von Lasersegler Simon Grotelüschen (LYC):

Konstanz zahlt sich aus. Nirgendwo sonst lässt sich das so gut beobachten wie beim Weltcup vor Palma de Mallorca: Drehende Winde machen es den Seglern extrem schwer, die richtige Kreuzseite zu erahnen und eine gute Wettfahrt aufzubauen.
Die Regatta:
Auch beim diesjährigen Weltcup auf Mallorca führten inkonstante Windbedingungen zu vielen Startverschiebungen und „überraschenden“ Rennverläufen. Normalerweise zähle ich eher zu den konstanten Seglern, die zwar selten erste oder zweite Plätze in den Wettfahrten einfahren, sich dafür aber auch keine grobe Ausrutscher nach hinten leisten.
Leider konnte ich in dieser Regatta nicht auf diese Stärke zurückgreifen. An jedem Tag ersegelte ich eine überaus gute Platzierung – z.B. Plätze 3, 4 oder 8  - leistete mir jedoch meistens auch schlechte Wettfahrten um Platz 40. Aufgrund der Tatsache, dass die Winddreher z. T. bis zu 40° betrugen, konnte ich auch auf eine andere Stärke nicht zurückgreifen - dass Feld von hinten aufzurollen - weil die Abstände zwischen den Booten zu groß waren.
Wie nah manchmal Glück und Pech zusammen liegen lässt sich auch außerordentlich gut an folgender Situation beschreiben: Am letzten Wettfahrttag befanden wir uns in der 3. Wettfahrt ca. 200m vor dem Ziel. Der Wind war schwach aber konstant und die Wettfahrt fair verglichen zu den Wettfahrten zuvor. Zu dem Zeitpunkt führte der Kroate Tonci Stipanovic (Platz 2 im Zwischenklassement) die Wettfahrt an, der Spanier Javier Hérnandez (Führender im Zwischenklassement) lag abgeschlagen nicht unter den besten 40. Ich selber segelte knapp hinter Stipanovic auf Rang 4. Plötzlich wurde die Wettfahrt von der Wettfahrtleitung abgebrochen. Das Ziel direkt vor den Augen, dachten nicht wenige an Wettbewerbsverzerrung, dem Kroaten wäre der Gesamtsieg der Regatta wohl nicht mehr zu nehmen gewesen. Anstatt dessen führte weiterhin der Spanier Hérnandez. Ich selber fühlte mich ein wenig um eine sehr gute Gold-fleet-Wettfahrt betrogen und um einen Platz immerhin zwischen Platz 10 und 20 im Gesamtklassement.
Im Endergebnis kam ich so auf den 25. Platz, der sicherlich nicht mein derzeitiges Leistungsvermögen widerspiegelt. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden mit der Regatta. Die Topresultate in einigen Wettfahrten zeigen mir, dass ich den besten der Welt die Stirn bieten kann.
Wie es weitergeht:
In den nächsten Tagen werde ich mich ein wenig von den Strapazen der Regatta erholen und Ende der Woche in Kiel das Training wieder aufnehmen. Am 23. April geht es dann weiter zum 4. Weltcup der Saison nach Hyères/Frankreich.

von den 49er Seglern Lennart Briesenick-Pudenz und Morten Massmann (FSC):

Enttäuschung über schlechteste Saisonleistung
Die Flensburger 49er Crew um den Steuermann Lennart Briesenick-Pudenz (22) und den Vorschoter Morten Massmann (24) belegen zum Abschluss des ISAF World Cups Palma für sie einen enttäuschenden 37. Rang.
„Natürlich sind wir nicht zufrieden. Unser Anspruch ist es unter die top 10 zu kommen. Wir sind das letzte Mal vor über 2 Jahren nicht mehr in der Gold-Fleet gesegelt.“, sagte Briesenick-Pudenz.
Beim Medal-Race heute vor Palma waren die Flensburger in der fast schon ungewohnten Zuschauerrolle. Nach einem guten ersten Regattatag und einem schlechten zweiten, blieb nur der bittere Gang in die Silber-Fleet. Enttäuscht war das Team um den Vorschoter schon zu diesem Zeitpunkt, aber es stellte sich heraus, dass es in diesem Fleet auch nicht besser laufen sollte.
Eine Mischung aus einer von Verletzungen geprägten Vorbereitung und neuem Equipment, was letzten Endes zu früh getestet wurde, führten zu einer durchschnittlichen Leistung in der Silber-Fleet. Daraus resultierten Geschwindigkeitsprobleme und Probleme mit dem Handling des Bootes. Trotz des schlechten Abschneidens sehen die beiden für die nächsten World Cups dennoch nicht schwarz.
„Wir werden uns nicht verrückt machen lassen. Das Ergebnis sieht schlechter aus, als das, was wir geleistet haben.“, sagte Briesenick-Pudenz.
Beide haben in den letzten Wochen ihre letzten Prüfungen geschrieben und können sich ab jetzt voll und ganz aufs Segeln konzentrieren. Jetzt steht eine Woche Pause an, in denen die beiden einmal abschalten können, ehe die Vorbereitung für den World Cup in Hyeres (Frankreich) beginnt. In Marseille soll intensiv am Boot Handling und der Geschwindigkeit trainiert werden, ehe in dem nächsten World Cup die Karten neu gemischt werden.



Tel: 0431 / 64 86 - 170 . Fax: 0431 / 64 86 - 187 . Haus des Sports . Winterbeker Weg 49 . 24114 Kiel . E-Mail: info@segler.lsv-sh.de