15.07.10Jugend-Europameisterschaft Polen 2010 – Warten auf Wind Teil 2
ein persönlicher Bericht von Benedikt Hattich
Nach meinem dritten Platz auf der Kieler Woche, fuhr ich motiviert und mit einem guten Gefühl zur Jugend RS:X Europameisterschaft nach Sopot, Polen, zu der mehr als 80 Jugendliche gemeldet waren.
Wie sich herausstellen sollte, war der leichte Wind in Kiel die optimale Vorbereitung auf die EM, denn schon der erste Tag begann wie es in Kiel aufgehört hatte - Flaute - wir konnten nicht starten.
Am zweiten Tag ging es dann endlich los. Nach den zwei Läufen in einer der drei Qualifikationsgruppen war ich zufrieden mit einem neunten und elften Platz, doch der OCS aufgrund eines Frühstarts auf der Ergebnisliste lies meine Hoffnung auf die Goldfleet schrumpfen, denn jetzt musste ich in den hoffentlich noch weiteren drei Läufen sehr gut fahren, damit ich den OCS streichen konnte. Dadurch setzte ich mich selbst so stark unter Druck, das meine Konzentration nachließ und ich das Feld von hinten sah. Gleichzeitig wurden wegen der anhaltenden Schwachwindbedingungen nur vier Qualifikationsläufe ohne Streicher gefahren, sodass ich glücklich, noch mit zwei weiteren deutschen Surfern im Silberfleet- oder wie der holländische Trainer zu mir sagte „First-Looser-Fleet“ gelandet bin. Die übrigen deutschen Surfer kämpften an den letzten Regattatagen im Bronzefleet.
Alle anschließenden Läufe konnten wir bei weiterhin geringstem Wind nur durch kräftezehrendes Pumpen absolvieren. Letztendlich bin ich mit dem Ergebnis ( 21. des Silberfleet / 48 Overall) nicht zufrieden, obwohl ich punktgleich mit meinem Sportinternatskameraden Jens bester Deutscher wurde.
Dennoch hatte ich auf der perfekt organisierten Regatta viel Spaß und durch die nervenzehrenden Wartezeiten am Strand konnte ich Kontakt zu vielen netten, internationalen Surfern knüpfen.
Ich denke nicht nur mir, sondern allen Surfern des deutschen Teams, ist klar geworden, das wir noch hart trainieren müssen um in Zukunft mit den zur Zeit führenden Surfnationen
Israel (3 unter den Besten 6) und Polen (2 aus 6) konkurrieren zu können.
Es war faszinierend zu beobachten, das die Israelische Mannschaft sich schon früh morgens auf dem Clubgelände getroffen hat, um gemeinsam die Bretter vorzubereiten, Gymnastik und eine Vorbesprechung zu machen um dann vorne weg zu fahren.
Ich werde mich jetzt sehr intensiv auf die Weltmeisterschaft in Zypern im Herbst 2010 vorbereiten und hoffe dort mein Potenzial besser ausschöpfen zu können.
Schöne Sommerferien wünscht euch
Benedikt Hattich - GER 660
Starter der Goldfleet U19-M nach Nationen:
ITA 6
POL 4
ESP / ISR 3
GBR / HKG 2
DEN / FRA / LTU / SIN 1




