18.06.10Gemeinsam für ein gutes Miteinander
SVSH und Wasserschutzpolizei Kiel diskutierten über das gegenseitige Verhältnis
Die einen wollen unter Segel ihren Freiheitsdrang ausleben, die anderen sollen für Sicherheit auf dem Wasser sorgen. Fast immer funktioniert das bestens nebeneinander, ist die Sicherheit sogar Voraussetzung dafür, dass alle Wassersportler ihr Hobby ungetrübt erleben dürfen. Doch nicht immer passt zusammen, was auf dem Wasser aufeinander trifft. Der Vorstand des Seglerverbandes hat sich daher noch vor der Kieler Woche mit der Wasserschutzpolizei in Kiel zusammengesetzt, um schon im Vorwege des Segel-Großereignisses allen Missverständnissen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
„Wir beschränken uns in unseren Kontrollen auf das Nötigste, aber um ein Mindestmaß an Überprüfungen kommen wir nun mal nicht herum. Dass sich die Kontrollintensität in der Kieler Woche erhöht, liegt in der Natur der Sache eines erhöhten Verkehrs in der Förde, Verstößen gegen die Fahrregeln und die ordnungsgemäße Lichterführung sowie vermehrten Alkohol-Konsums“, erklärt Uwe Marxen, Leiter des Wasserschutzpolizeireviers Kiel. „In der Regel gibt es bei den Kontrollen keinerlei Komplikationen. Manchmal stimmt aber die Chemie zwischen den handelnden Personen nicht und dann kochen die Emotionen hoch – auch auf Seiten der Beamten“, sagt Marxen.
Der Revierleiter wirbt für Verständnis auf beiden Seiten und eine gute Kommunikation. Oft helfe auch die Kontaktaufnahme mit dem Revier nach dem Vorfall weiter, um die Sache zu einem schnellen Ende zu führen. Dass es zu Reibereien auf dem Wasser kommen kann, liege aber nicht nur im Verhältnis der Segler zur Polizei, sondern auch am Aufeinandertreffen der verschiedenen Wassersportler untereinander und der besonderen Situation in der Kieler Außenförde. Hier trifft der ein- und auslaufende Schiffsverkehr aus der meistbefahren künstlichen Wasserstraße der Welt auf „Kiel Sailing City“. „Wenn dann eine vermeintliche Straftat angezeigt wird, sind wir verpflichtet, ein Verfahren einzuleiten“, so Marxen, der auch bei seinen Beamten für noch mehr Einfühlungsvermögen für die besonderen Belange der Segler werben will: „Viele meiner Kollegen sind selbst Segler und wissen daher, wie es an Bord einer Yacht zugeht. Andere kommen aber aus anderen Bereichen und müssen das Gefühl für den Segelsport erst noch erleben.“
Pressemittelung der Wasserschutzpolizei
Sperrgebiet zum Feuerwerk der Kieler Woche
