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Entwicklung des Kuttersegelns

Der Begriff "Jugendwanderkutter" (JWK), wie er gemeinhin verwendet wird, umfaßt im Grunde genommen verschiedene Schiffstypen, den Urkutter, den K II K basierend auf Baumustem der kaiserlichen Marine und heute nur noch vereinzelt anzutreffen. In den 50er Jahren wurde der Riß überarbeitet und den Erfordernissen der Jugendausbildung in den Segelvereinen angepaßt. Das Schiff erhielt dadurch verbesserte Segeleigenschafien und wurde durch die Eindeckung vom und achtem sowie durch fest eingebaute Auftriebskörper tourentauglich.

Eine rasche Verbreitung des Bootes machte es zum Jugendschiff schlechthin. Die Anschaffung war oftmals nur durch einen Krafiakt aller Mitglieder und Sponsoren möglich. Dafür ist ein Kutter bei richtiger Pflege ein Schiff fürs Leben, das dem jeweiligen Verein jahrzehntelang für die Jugendarbeit zur Verfügung steht. Trotz Maltretierung immer neuer Gruppen von jugendlichen Seglern ist ein Kutter nicht totzukriegen.

Bisher sind um die 40 JWK entstanden, doch ist der Neubau mittlerweile so teuer, daß nur noch vereinzelt neue Schiffe hinzukommen. So werden die vorhandenen Boote auch aufwendigen Überholungen unterzogen und Gebrauchtboote werden selten angeboten.

Geschichte der Jugendwanderkutter

 Der Jugendwanderkutter wurde aus Marinekuttern (Kutter zweiter Klasse, K II K) der kaiserlichen Marine entwickelt und ist entfernt mit dem später entwickelten und in Ostdeutschland sehr verbreiteten Kutter ZK10 verwandt. Die traditionelle Rumpfbauweise der heutigen Jugendwanderkutter ist fast identisch mit der der Rettungsboote der kaiserlichen Marine um 1900. Damals wurden diese Boote von größeren Besatzungen mit Muskelkraft durch die stärksten Stürme bewegt, um Seeleuten in Not zu helfen.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Nachfrage nach Beschäftigung für Jugendliche stieg, suchten Segelvereine nach einem stabilen und sicheren Boot für ihre Jugendarbeit. Mit dem Jugendwanderkutter wurde, unter Anlehnung an die bewährten Marinekutter, aber geändertem Lateralplan und Rigg, ein Bootstyp konzipiert, der von einer kleineren, 6–9-köpfigen Gruppe Jugendlicher gesegelt oder gerudert werden konnte. Die Boote sind als Lugger-Ketsch getakelt. Sie tragen nicht das kutterübliche einmastige Rigg, sondern sind mit einem zweimastigen Luggerrigg ausgestattet, dessen Großsegel baumlos gefahren wird. Ein Rundschwert lässt sich stufenlos fieren, um beim Segeln den Lateralplan zu vergrößern.

Traditionell wird der Kutter in Karweel-Bauweise gebaut und muss, nachdem er längere Zeit an Land stand, erst gewässert werden, damit die Stöße zwischen den Planken zuquellen. Ein Vorteil dieser Bauweise ist, dass das Boot robust und reparaturfreundlich ist. Seit einigen Jahren werden formverleimte und GFK-Kutter gebaut, die zwar leichter sind und weniger Pflege benötigen, dafür aber aufwendiger zu reparieren sind.

Der Jugendwanderkutter wurde in den 1960er Jahren vom Deutschen Segler-Verband als eigene Bootsklasse anerkannt und ist seitdem etwa 40 Mal gebaut worden. Das Segelzeichen wechselte mehrfach. Durchgesetzt hat sich ein Nummernsystem mit unterstrichenen schwarzen Ziffern im Besan. Etwa 15 bis 20 Exemplare sind noch auf der Elbe rund um Hamburg aktiv, einige weitere gibt es auf Nord- und Ostsee und im Weser-Ems-Gebiet. Viele der traditionsreichen Segler mussten jedoch inzwischen „ihre letzte Reise antreten“ und sind ausgemustert worden.

 Quelle: http:de.wikipedia.org/wiki/Jugendwanderkutter

 


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