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SPOSS

Für den Sportsegelschein finden Sie hier

- die Richtlinien und Durchführungsempfehlungen als PDF-Datei

- den Fragekatalog als PDF-Datei ohne Erweiterung Küste

- den Fragenkatalog als PDF-Datei mit Erweiterung Küste

Warum Sportsegelschein?

Bekanntlich ist der einzig vorgeschriebene Schein der Sportbootführerschein (SBF). Der Erwerb dieses Zertifikates setzt jedoch keine Segelkenntnisse und kaum Navigationswissen voraus. Dieses Manko wurde in früheren Zeiten durch Lehrgänge für den BR-Schein gemindert, die mit einer entsprechenden Prüfung abgeschlossen wurden.

Mit der Einführung der amtlichen Scheine SKS, SSS und SHS brach das Interesse an einer Fortbildung schlagartig zusammen, da diese Scheine aufwändige. und überflüssige Stoffwiederholungen erfordern und die Prüfungen sehr teuer sind.

Durch die Einführung der amtlichen Scheine war den Vereinen zunächst der Boden für eine eigenständige Ausbildung der Anwärter entzogen. Daher drängten sie auf Abhilfe, und es wurde der DSV-Sportsegelschein (SPOSS) geschaffen, der den Vereinen ermöglicht, in eigener Verantwortung wie bisher Segelausbildung zu betreiben. Es wurde ein Themenkatalog erstellt, der den Ausbildern freistellte, welche Schwerpunkte sie legen wollten. Allerdings war in dieser Sammlung nur Navigation in Sichtweite der Küste enthalten. Für die Küstenländer war dies nicht ausreichend. Deshalb einigten sich die Segelverbände der 5 Länder MV, N, SH, HH und HB auf eine „Erweiterung Küste“, die eine Navigationsausbildung vergleichbar dem SKS enthält.

Ein Segler, der den „Sportsegelschein mit Erweiterung Küste“ hat, verfügt also über die gleichen Kenntnisse wie ein SKS-Inhaber, aber er hat das Ganze mit weniger Ballast und deutlich geringeren Kosten erreicht. Weil sich in den Vereinen die entsprechenden Lehrgänge über mehrere Monate hinziehen, bleibt das erworbene Wissen wesentlich besser haften als bei teuer angebotenen Crash-Kursen.

Der manchmal geäußerte Einwand, dass nur durch amtliche Prüfung korrekte Ergebnisse zu erzielen sind, ist zwar leicht zu entkräften. Viel wichtiger ist jedoch, die Schüler zu einer Weiterbildung zu animieren und nicht zu verprellen, wie das durch die Einführung der amtlichen Scheine geschehen war. Fundiertes Wissen und praktische Ausbildung sind für die Sicherheit auf See unabdingbar.

Für das Chartern von Segelbooten  verlangen die großen Charterfirmen zwar nur den SBF-See, aber schon im eigenen Interesse sollte man mindestens über die Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die zum Erwerb eines SPOSS oder SKS erforderlich sind.

Die Vordrucke für den Sportsegelschein gibt es beim DSV, Hamburg.

D. Wolf


Tel: 0431 / 64 86 - 170 . Fax: 0431 / 64 86 - 187 . Haus des Sports . Winterbeker Weg 49 . 24114 Kiel . E-Mail: info@segler.lsv-sh.de