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Auf geht's: Anmelden zu den Herbsttrainings und im nächsten Jahr Spaß haben bei den großen Events. Foto: Sascha Klahn

Segeln etabliert sich unter den Top-Sportarten in SH

Zum fünften Mal in Folge kann der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) steigende Mitgliederzahlen vermelden. Laut der Bestandserhebung 2026 (Stichtag: 1. Januar 2026) ist die Zahl der Menschen, die in einem schleswig-holsteinischen Sportverein aktiv sind, erneut gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Mitgliederzahl um 15.488 auf insgesamt 827.788 Personen (+1,9 Prozent). Damit sind rund 28 Prozent der Bevölkerung in Schleswig-Holstein Mitglied in einem Sportverein. Sport und Bewegung bleiben nach wie vor für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags.

Der Segelsport folgt dem Trend im Landessport. Auch hier wurde ein Plus an Mitgliedern durch die Vereine im Lande vermeldet. Nach der Bestandserhebung sind im Norden 31.347 Mitglieder im Segelsport aktiv. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr um 1,34 % (414 Mitglieder). Segeln steht damit weiterhin in den Top-Ten der SH-Sportarten auf Rang sechs.

„Der im Jahr 2022 begonnene positive Trend in unseren Sportvereinen hat sich auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung ist ein weiteres starkes Signal für die enorme gesellschaftliche Bedeutung des Sports in Schleswig-Holstein“, sagt LSVPräsidentin Barbara Ostmeier. „Die Mitglieder nutzen gern und häufig die qualifizierten und zugleich kostengünstigen Sport- und Bewegungsangebote, die unsere Sportvereine flächendeckend und oft in räumlicher Nähe zum Wohnort durchführen. Die Vereine leisten vor Ort hervorragende Arbeit – trotz mancherorts knapper Ressourcen im Ehrenamt. Unsere Anerkennung gilt den tausenden ehrenamtlich Engagierten in unseren Vereinen und Verbänden, die diesen anhaltenden Aufschwung ermöglichen. Diese werden durch die vielfältigen, praxisnahen Services des LSV umfassend unterstützt – sei es bei rechtlichen und organisatorischen Fragen, durch Qualifizierungsangebote, in finanziellen Angelegenheiten oder bei der Vereinsentwicklung. Insbesondere die kostenlosen Angebote in Form von systemischer Organisationsberatung, Fallberatungen bei Konflikten, Diskriminierung oder antidemokratischem Verhalten werden gut angenommen“, so die LSV-Präsidentin weiter.

Der Anstieg der Mitgliederzahlen zeigt sich in fast allen Regionen Schleswig-Holsteins. Auch über fast alle Altersgruppen hinweg ist ein Wachstum zu beobachten. Besonders deutlich fällt der Zuwachs bei den über 60-Jährigen (+4,33 Prozent) und den 27- bis 40-Jährigen (+3,95 Prozent) aus. Die größte Mitgliedergruppe stellen weiterhin die Erwachsenen ab 19 Jahren: Insgesamt 541.383 Menschen gehören dieser Gruppe an.

Wie in den Vorjahren sind auch im vergangenen Jahr zu den regulären Mitgliedschaften geschätzt jährlich rund 250.000 Aktive hinzugekommen, die über alternative Teilnahmeformen im Verein Sport getrieben haben. Gerade größere Sportvereine bieten häufig auch Kursangebote und Kurzzeitmitgliedschaften an. Darüber hinaus gibt es vielfältige Kooperationsformen der Sportvereine mit verschiedenen Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen oder Betrieben, die allesamt oftmals nicht am Jahresende in der Mitgliederstatistik der Vereine auftauchen. Damit werden in den im LSV organisierten Vereinen über eine Million Menschen bewegt. Während die Mitgliederzahlen steigen, ist die Zahl der Sportvereine leicht gesunken. Insgesamt gibt es aktuell 2.450 Vereine – 17 weniger als im Vorjahr.

Sportstätteninfrastruktur bleibt entscheidender Faktor für die Vereinsentwicklung: „Eine erfolgreiche Vereinsarbeit ist auf funktionierende und zeitgemäße Sportstätten angewiesen. Der Zustand vieler Anlagen stellt jedoch für zahlreiche Vereine in Schleswig-Holstein eine große Herausforderung dar. Damit sich die positive Entwicklung der Vereine fortsetzen kann, sind Investitionen in moderne und zukunftsfähige Sportinfrastruktur dringend erforderlich – von der Sanierung von Sporthallen über barrierefreie Zugänge bis hin zu ausreichend verfügbaren Freiflächen“, sagt Ostmeier.