NEU
Die "X-DAY" gewinnt den German Offshore Award. Foto: Rick Tomlinson/RORC

„X-Day“ erhält den German Offshore Award

In feierlichem Ambiente im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses wurde die Crew der „X-Day“ am 13. März für ihre außerordentliche Leistung in 2025 geehrt. Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein erhielt den German Offshore Award, die Auszeichnung für die beste deutsche Hochseeyacht 2025. Die GP42 belegte im vergangenen Jahr den achten Platz im Rolex Fastnet Race 2025 in der IRC-Gesamtwertung.

Die knapp 13 Meter lange Yacht geht unter dem Stander des Plöner Segel-Vereins an den Start und wird von Eigner Walter Watermann (Dortmund), Skipper Lars Hückstädt (Plön) und einer hochengagierten Crew gesegelt wird. Fünf Teams waren für den Preis nominiert. Kriterien für die Entscheidung waren die Länge des Regattakurses, die internationale Konkurrenz, die Anzahl der startenden Yachten sowie die meteorologischen und seglerischen Schwierigkeiten. Im Ranking der fünf nominierten Yachten erreichte die JPK 10.10 „Sharifa“ vom YC Strande den zweiten Rang.

„Die Siegeryacht wird von Kennern als ‚performant‘ beschrieben. Sie ist leicht, segelt sich wie eine Jolle – mehr als Spritzwasser inklusive. Auf ihrem Trailer reist sie zu den verschiedenen Regatten quer durch Europa, organisiert von einem wunderbaren Duo aus Eigner und Skipper, die zusammen mit ihrem Team alles für große Erfolge vorbereiten“, betonte Sportstaatsrat Christoph Holstein in seiner Laudatio. „Das Rolex Fastnet Race 2025 wurde so ein großer Erfolg. Nach dem Start ging es rund 30 Stunden über 345 Seemeilen gegenan, bis die Yacht am 28. Juli gegen 16:00 UTC den berühmten Rock umrundete. Die Belohnung für die Kreuz war der lange Raumschotskurs ins Ziel nach Cherbourg. In 18,5 Stunden sauste die Yacht mit über 15 Knoten Speed über den Ärmelkanal. Lag sie bei der Zwischenwertung am Fastnet Rock noch auf Platz 60, kam sie schließlich als 37. Einrumpfyacht ins Ziel. Was für ein Ritt!“

Den Lifetime Award für sein seglerisches Lebenswerk erhielt Gerd Trulsen, Ehrenvorsitzender des Hamburgischen Vereins Seefahrt, der die Geschicke des Vereins über viele Jahre maßgeblich bestimmte, den Verein für Jugendliche verschiedener Segelvereine öffnete und insbesondere in die Chronik des Vereins zum 100-jährigen Jubiläum sehr viel Zeit investierte. Sichtlich gerührt nahm der fast 100-jährige passionierte Segler die Auszeichnung an. „Gerd hat sich über Jahrzehnte für die Geschicke des Vereins eingesetzt und – dem Generationenvertrag folgend – nach seinen aktiven Jahren in der Segelgruppe Störtebeker sein Know-how und seine Begeisterung für das Seesegeln im Vorstand des HVS eingebracht“, sagte Tobias König, Vorsitzender des Norddeutschen Regatta Verein (NRV), in seiner Laudatio. „Mit der Verleihung des Lifetime Awards wird ihm für ein jahrzehntelanges Engagement zur Weiterentwicklung des HVS gedankt, der durch moderne, zeitgemäße Regattayachten und eine fundierte Ausbildung seine Attraktivität über Jahrzehnte hinweg halten konnte.“

Den Wehring & Wolfes Jugendpreis erhielt das J/70-Bundesliga-Juniorenteam des Norddeutschen Regatta Vereins, das in den vergangenen Jahren bei der Junioren-Segelbundesliga und der Internationalen Deutschen Meisterschaft der J/70 sehr erfolgreich war. „Das J/70-Projekt für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ausgehend von den Jollenklassen seglerisch weiterentwickeln wollen und auf den schnellen Booten lernen, im Team zu segeln, bietet eine hervorragende Möglichkeit, Jugendliche in der spannenden Zeit zwischen Schule und Berufsausbildung im Segelsport zu halten und ihnen neue seglerische Perspektiven zu eröffnen“, betonte Carl Friedrich Schott, Vorstand der German Offshore Association, der anstelle des erkrankten Rainer Kugler, Geschäftsführer von Wehring & Wolfes, das ausgezeichnete Jugendteam vorstellte.