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Maru Scheel und Freya Feilcke waren bestes deutsches FX-Team auf Rang fünf der WM. Foto: Sailing Energy

Auf Erfolgskurs mit neuem Boot

Erst nach Ostern haben Maru Scheel und Freya Feilcke ihren neuen 49erFX bei Segelsport Jess in Eckernförde abgeholt, und jetzt sind sie schon auf der Erfolgswelle. Bei der WM der olympischen Skiffs im französischen Quiberon segelte das Duo des Kieler YC auf Platz fünf, verfehlte das Podium nur denkbar knapp um einen Punkt und ist damit das beste deutsche FX-Team. Auch weitere SH-Teams konnten sich gut in Szene setzen.

Nach dem WM-Finale konnten Maru und Freya die Stimmungslage noch nicht genau einordnen. „Wir haben erst an Land erfahren, welcher Platz es geworden ist. Vor der WM hätten wir den sofort genommen. Heute war aber auch ein bisschen Schmerz dabei. Doch überwiegend sind da Stolz und Freude“, erklärte Maru.

Nach einer engen Vorrunde zeigten die zehn Frauen-Crews allesamt Medaillenhunger im neuen Final-Format. Die Platzierungen in den beiden entscheidenden Rennen ging hoch und runter. Die spanischen Titelverteidigerinnen Paula Barcélo/Maria Cantero mussten schließlich Gold noch an die Norwegerinnen Pia Dahl Andersen/Nora Edland abgeben. Bronze ging an Polen.

Und mit nur einem Punkt Abstand auf den dritten Rang landeten Scheel/Feilcke schließlich auf Rang fünf. Ein weiterer Punkt mehr auf dem Konto brachte den Olympia-erfahrenen Hamburgerinnen Marla Bergmann/Hanna Wille Platz sieben.

Als beste Qualität ihrer Crew nannte Maru Scheel „das gute Bootsgefühl, das wir die ganze Woche hatten“. Es helfe sehr, wenn man nicht mit dem Boot kämpfen müsse, sondern „aus dem Boot schauen“ könne, um strategisch zu planen.

Stark waren auch die Kielerinnen Anna Barth/Emma Kohlhoff in die WM gestartet. Nach den ersten Rennen standen sie noch auf einem Podiumsplatz, rutschten dann aber aus den Top-Ten heraus und waren schließlich drittbeste deutsche Mannschaft auf Gesamtrang 17.

Bei den Männern lagen die Olympiasegler von 2024, Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger nach ihrem Comeback stets in Schlagweite zu den Medaillenrängen. Im Finale hatten sie sich zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei geschoben, doch eine tückische Leichtwindzone machte ihnen schließlich einen Strich durch die Rechnung. Ein verpatzten Abschlussrennen war sie auf Platz vier zurück.

Die Kieler Simon Heindl/Conrad Jacobs hatten als eine von drei deutschen Mannschaften den Cut für die Goldflotte geschafft, segelten – ebenfalls mit neuem Boot – schließlich auf Platz 24. Die Junioren-Weltmeister von 2025, Kjell Haschen/Iven Fromm (Lübeck/Kiel) wurden 46., die Zarnekauer Brüder Johann und Anton Sach landeten auf Rang 66.

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