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Nebel sorgte für anspruchsvolle Navigation am Sontag zur Maior. Foto: Christian Beeck

Gelungener Auftakt der Seesegel-Saison vor Kiel

Nach acht Wettfahrten ist am ersten Mai-Wochenende die Maior-Regatta vor Kiel erfolgreich zu Ende gegangen. In zwei ORC Gruppen segelten 30 Yachten aus Dänemark, Deutschland und Schweden um die Platzierungen und sorgten für einen hochkarätigen Auftakt der ORC Saison.

Das Regattafeld überzeugte dabei mit einer starken Besetzung namhafter und professioneller Crews. Unter ihnen befand sich auch die „X Day“ von Walter Watermann, die nach Einsätzen im Mittelmeer und der Nordsee nun nach Kiel zurückkehrt. Zudem prägte eine auffallend starke Präsenz des Bootstyps Cape 31 das Feld: Gleich vier Yachten dieses Typs gingen an den Start und setzten damit ein sportliches Ausrufezeichen.

Die Bedingungen vor Kiel-Schilksee präsentierten sich über die drei Tage hinweg abwechslungsreich. Freitag und Samstag boten Kaiserwetter: Sonnenschein, teils bewölkter Himmel und guter, segelbarer Wind ermöglichten faire und anspruchsvolle Wettfahrten. Am Freitag wurden zwei Rennen gesegelt, am Samstag standen vier anspruchsvolle Up-/Down Wettfahrten auf dem Programm, die den Crews insbesondere navigatorisch und taktisch alles abverlangten. Der Finaltag am Sonntag zeigte sich dagegen von einer anderen Seite. Dichter Nebel am Morgen, wenig Wind und eine ruhige Ostsee stellten die Teams vor zusätzliche Herausforderungen. Unter diesen typischen, aber anspruchsvollen Maior-Bedingungen bewiesen die Crews in den beiden abschließenden Wettfahrten noch einmal ihr seglerisches Können und ihre Erfahrung.

Jens Kuphal segelte mit seiner Crew zu einem souveränen Sieg in der ORC A+B. Foto: Christian Beeck

In der Gruppe ORC A+B musste das Team von Jens Kuphal mit der „exciter“ (XR-41) nach einem Sieg zum Auftakt zunächst einen unverschuldeten Crash mit einer anderen Yacht verkraften. Dafür bekam das engagierte Team später eine Wiedergutmachung mit dem Durchschnitt der ersegelten Platzierungen. Damit war der Sieg eine klare Sache, denn im Verlauf der Regatta segelten Kuphal und Crew ausschließlich Top-Drei-Resultate ein und sicherten sich so verdient den Gesamtsieg.

„Es war ein intensives und anspruchsvolles Wochenende und das für alle Beteiligte. Für uns war der Sieg natürlich ein perfekter Start in die neue Saison. Die souveräne Wettfahrtleitung und die starke Konkurrenz haben uns ordentlich gefordert. Genauso sollte es sein! Wir haben für dieses Jahr ein paar Positionen an Bord verändert, das hat auf Anhieb sehr gut funktioniert. Umso mehr freuen wir uns jetzt schon auf die IDM See im Rahmen der Kieler Woche. Ein besonderer Dank gilt allen, die es immer wieder möglich machen, dass wir unseren Sport so ausüben können“, sagte Jens Kuphal.

Die Plätze zwei und drei belegten die dänischen Teams Erik Stannow mit „Dixi 5“ sowie Anders Bogason mit „Quinta Light“. Damit standen zwei der insgesamt drei gestarteten dänischen Crews auf dem Podium und unterstrichen das hohe internationale Niveau der Maior 2026.

In der Gruppe ORC C+D blieb der Kampf um den Gesamtsieg bis zu den letzten Wettfahrten hochspannend. Torsten Bastiansen mit „Al Sydbank“ bestimmte das Geschehen an den ersten beiden Regattatagen und führte die Gesamtwertung nach am Samstag an. Am Sonntag wendete sich jedoch das Blatt: Michael Berghorn und die Crew der „Halbtrocken 3.1“, die bis dahin noch auf dem dritten Rang gelegen hatten, nutzten die letzten beiden Wettfahrten für einen eindrucksvollen Endspurt und schoben sich auf den obersten Podestplatz vor. Die bis zum Samstag zweitplatzierte „Lil’ Desna“ von Johannes Wackerhagen musste im Finale ebenfalls einen Platz einbüßen und beendete die Regatta auf Rang drei, während „Al Sydbank“ nach intensiven Positionskämpfen schließlich den zweiten Gesamtrang belegte.

Bei den J/70 entschied ebenfalls die Konstanz über die Platzierungen. Den Gesamtsieg sicherte sich „GER 929“ mit Paul Porthun. Platz zwei ging an „GER 1291“ mit Justus Reinke.

Ergebnisse