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Der Lübecker YC (links) feiert als Gesamtzweiter der Zweiten Liga den Wiederaufstieg in die Erste Liga. Foto: DSL e.V. / SJ

Top und Flop für SH-Clubs in Segelbundesliga

Mit dem sechsten Event der Saison ist die Segelbundesliga zu Ende gegangen. Und zur Siegerehrung war es fast wie immer: Die Meisterschale holte sich der NRV Hamburg – bereits zum neunten Mal in der der 14-jährigen Geschichte der Liga.

Für die Vereine aus dem Norden gab es zum Abschluss auf dem Wannsee Licht, aber auch Schatten. Während der Lübecker Yacht-Club als Zweiter der Zweiten Liga hinter dem Konstanzer YC den Sprung zurück in die Erste Liga schaffte, muss sich die Seglervereinigung Itzehoe als Tabellenletzte der Ersten Liga aus dem Oberhaus verabschieden. Der ehemalige Champions-League-Teilnehmer konnte sein starkes Ergebnis vom vorletzten Event nicht wiederholen und stürzte noch als Tabellenende.

Die weiteren Clubs aus Schleswig-Holstein versteckten sich im Mittelfeld der jeweiligen Ligen. Der Kieler Yacht-Club ist als Zwölfter der Ersten Liga der derzeit erfolgreichste Liga-Verein aus Schleswig-Holstein. In der Zweiten Liga konnte der Flensburger SC seine kleine Chance auf den Aufstieg nicht nutzen. Als Zehnter des Final-Events musste er sich schließlich mit Gesamtrang sieben begnügen. Und der Lübecker SV kassierte zum Abschluss einen gehörigen Dämpfer. Das Team verließ Berlin als Letzter des Finales, landete in der Gesamtwertung immerhin auf Rang 13 und umgeht damit den Gang in die Relegation.

Der Kieler Yacht-Club landete zum Abschluss der Saison auf dem zwölften Gesamtrang. Foto: DSBL GmbH

Einen überlegenen Auftritt während der Saison legte der NRV Hamburg hin. Dem soliden Start im April mit Rang sechs am Starnberger See folgten vier Event-Siege und ein zweiter Rang. Damit stand der NRV unter Skipper Tobias Schadewaldt überlegen an der Spitze. Zwölf Saisonpunkte hatten die Hamburger auf dem Konto, mit einem Respektsabstand von 35 Saisonpunkten folgte der Joersfelder SC auf Platz zwei. Die Berliner waren zwar stark mit einem Eventsieg in die Saison gestartet, schwankten dann aber zu stark in den Ergebnissen.

Trotz eines elften Platzes zum Abschluss gelang es dem JSC aber immerhin, den Vize-Titel zu sichern – vor dem Münchner Yacht-Club und dem Meister von 2024, dem Mühlenberger SC.

Das finale Event auf dem Wannsee war zunächst geprägt von schwachen Winden, später Regen und mittleren Winden. Fehler wurden in den drehenden Bedingungen stets hart bestraft. So kamen die NRV-Verfolger aus Berlin und Hamburg nicht zurecht und verloren schnell den Anschluss nach vorn.

„Dieser Spieltag auf dem Wannsee hat uns alles abverlangt, körperlich und vor allem im Kopf. Mental war das extrem anspruchsvoll: Bei schwierigem, wechselndem Wind musst du in jedem einzelnen Rennen hellwach bleiben, darfst dir keinen Fehler erlauben und musst trotzdem mutig segeln. Jetzt mit der Meisterschale hier zu stehen, ist ein unglaubliches Gefühl, das ich noch gar nicht richtig fassen kann. Danke an den NRV, an mein Team und an das gesamte Liga-Team – ohne euch wäre das nicht möglich gewesen“, sagte NRV-Steuermann Tobias Schadewaldt.

Nur schwer in das Event fand auch der Kieler YC hinein. Unter Skipper Kai Bertallot kämpften die Kieler in ihren Rennen im hinteren Mittelfeld um die Punkte, retteten sich am Ende knapp auf den 13. Platz und blieben auch in der Saisonwertung in der zweiten Tabellenhälfte hängen. Die SV Itzehoe mit Lukas Feuerherdt am Ruder schaffte nicht mehr den U-Turn in der Tabelle. Auch in diesem Event blieb nur ein hinterer Rang und damit der Abstieg als Schlusslicht der Ersten Liga. Mit den Itzehoern steigen noch der Klub am Rupenhorn (Berlin), die Entdecker- und Seefahrer-Fördervereinigung (Hamburg) und die SV Wuppertal ab.

Erleichtert klatscht das LYC-Team nach dem erfolgreichen Saisonabschluss ab. Foto: DSBL GmbH

Jubel für ein schleswig-holsteinisches Team gab es dagegen in der Zweiten Liga. Der Lübecker YC schaffte mit Team-Kapitän Bosse Fahrenkrog die Rückkehr in die Erste Liga. Der LYC ist ein Gründungsmitglied der Segelbundesliga, war einige Jahre eine Fahrstuhlmannschaft zwischen Erster und Zweiter Liga. 2022 hatte der LYC eine Liga-Pause eingelegt. Nach dem Wiedereinstieg in die Zweite Liga in 2023 ist er nun wieder zurück in der Ersten Liga.

Auch der Flensburger SC hatte vor dem Finale noch die Chance auf den Aufstieg. Doch der zehnte Platz vom Wannsee ließ die Flensburger um Nicolas Barth noch aus dem Quartett der vier Aufsteiger herausfallen. Ein Auf und Ab während der Saison erlebte der Lübecker SV. Die Platzierungen bei den einzelnen Acts schwankten zwischen Rang drei und Rang 18. Zum Abschluss gab es noch einmal ein schwaches Ergebnis für Finn Lukas und Crew. Das Abrutschen in die Relegation konnte aber noch verhindert werden.

Ergebnisse 1. Liga

Ergebnisse 2. Liga