Silber für SVSH-Athletik-Trainer Malte Winkel
Die extreme Hochdruck-Wetterlage über Europa hat den Angriff der SVSH-Teams auf eine Kieler-Woche-Medaille zwar ausgebremst, über Top-Platzierungen beim Heimspiel durften sich die Nord-Teams aber dennoch freuen – und eine Medaille gab es für SVSH-Athletik-Trainer Malte Winkel im 470er auch. Er startet allerdings für den NRV Hamburg. Auf Rang vier landete Ole Schweckendiek (Kiel) im Ilca 7, und die FX-Crew Maru Scheel/Freya Feilcke wurden Zehnte.

Ein wenig trauerte Ole Schweckendiek der geraubten Chance auf eine Kieler-Woche-Medaille hinterher, doch auf seine Leistung konnte der 21-Jährige stolz sein. Zwischenzeitlich hatte der Kieler sogar auf dem ersten Platz gelegen, segelte im Gelben Trikot des Führenden. Doch vor dem Finale rutschte er im engen Spitzenfeld der 119 Ilca-7-Segler auf Platz vier ab.
Die Chancen auf einen Podiumsplatz wären im neuen olympischen Format mit zwei Finalrennen drin gewesen. Doch dann machte die Flaute dem Talent einen Strich durch die Rechnung. Ohne Starts am Finaltag blieb es bei Rang vier – direkt vor Vize-Europameister Philipp Buhl, der sich nach einer schwierigen Woche nach vorn gearbeitet hatte. Der Sieg ging an den Italiener Attilio Borio.
„Es war schade, dass wir in dieser Woche wenig und heute gar nicht mehr racen konnten“, sagte Schweckendiek nach dem Finaltag. Er konnte einmal mehr feststellen, „dass ich wenig Wind ganz gut kann“. Einige Fehler hat er bei sich beobachten können, gleichzeitig aber auch „ganz gute Aufholqualitäten“.

Einen starken Auftritt legten auch die deutschen FX-Frauen hin. Im Verlauf der Serie wechselten die Platzierungen in der Top-Gruppe beständig. So war der Einzug in das Finale schon eine starke Leistung. Maru Scheel/Freya Feilcke, die bei der WM gerade als beste deutsche Mannschaft auf Platz fünf gelandet waren, konnten sich in der leichten Kieler Brise allerdings nicht mehr verbessern und wurden schließlich Zehnte. Die FX waren neben den 49ern die einzige Klasse, die ein Finale segelten.
Bei den 470ern zeigte Malte Winkel eine stark verbesserte Performance. Nach dem Wechsel an der Vorschot auf Bente Batzing legte er gleich mit einem Tagessieg los, war stets dem deutschen Top-Duo Simon Diesch/Anna Markfort auf den Fersen und hatte sich bis zum Finale dann auf zwei Punkte herangearbeitet. Aber auch dem Athletik-Trainer des SVSH blieb die Chance auf einen weiteren Angriff durch die Absage der Finalrennen verwehrt.

Dass der schwarz-rot-goldene Gennake bei den Nacra 17 wieder unterwegs ist, dafür sorgte eine neue Kombination. Alica Stuhlemmer, die Bronze-Gewinnerin von 2021 mit Paul Kohlhoff, hat sich den Ilca-Segler Julian Hoffmann an die Pinne geholt und segelte mit ihm beim ersten Auftritt auf Platz 16.
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