Kieler Sieg vor Warnemünde
Das erste Drittel der Warnemünder Woche ist gelaufen, und ein Kieler setzte ein dickes Ausrufezeichen! Ole Schweckendiek hat nach Platz vier zur Kieler Woche nun die Warnemünder Woche im olympischen Ilca 7 gewonnen. Er setzte sich in einem engen Zweikampf gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Nik Aron Willim, den für den NRV startenden Schleswiger, durch.
Die Rennen waren geprägt von anspruchsvollen, teils schwierigen Windbedingungen vor Warnemünde. Am Ende konnten die Ilca 7 aber die vorgesehenen sieben Wettfahrten segeln.
Nach zwei Tagen stand Nik Aaron Willim noch ganz oben auf der Liste, dicht gefolgt von Vorjahressieger Ole Schweckendiek, der dann den Spieß aber noch umdrehte.

„Ich bin immer ganz gut rausgekommen, habe mich aus dem ganzen Stress freigehalten. Heute war es das Wichtigste, frei loszukommen und seinen Weg zu segeln“, fasste Ole Schweckendiek seine Strategie zusammen. Das gelang ihm ausgesprochen gut: Mit Rang eins und zwei lieferte er perfekt ab.
Willim fightete zwar, war stolz auf sich, dass er sich trotz der Anstrengungen in den letzten Tagen noch so motivieren konnte. Doch im letzten Rennen haben dann wieder zehn Meter gefehlt. Der Schleswiger hatte in den vergangenen Jahren eine stressige Zeit. Nach der letzten Olympiakampagne nahm er sich 2024 eine Auszeit und stieg erst in diesem Jahr wieder in den Leistungssport ein. „Ich hatte chronische Migräne, die immer stärker wurde, war am Ende schmerzmittelabhängig, und dann musste ich den Sport etwas zurückstellen. Außerdem habe ich nebenbei noch meinen Master gemacht“, blickt er auf die letzten beiden Jahre zurück. Jetzt möchte er wieder einsteigen und noch mindestens zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen aktiv im Ilca segeln. Nach der Warnemünder Woche blicken Willim und Schweckendiek schon auf die Weltmeisterschaft in Dublin im August.
Neben den Ilca 7, die zu den so genannten Eastern District Championship 37 Boote an den Start brachten, beendeten auch die Ilca 4 und 6 sowie die Finn Dinghy ihren Warnemünder-Woche-Auftritt. Traditionell erfolgte am Montag zudem der Startschuss zur traditionellen Langstrecke für die seegehenden Yachten, der Rundum Bornholm. Wegen des angekündigten Sturms aus Nordwest wurde der Kurs aber auf 100 Seemeilen verkürzt und führte lediglich um eine Bahnmarke nördlich von Rügen, um die 28 Crews wieder sicher in den Hafen zu bringen.