NEU
Große Regattafelder gingen zur Travemünder Woche an den Start. Foto: Christian Beeck

Volles Segelprogramm, tolles Festival

Nach zehn prall gefüllten Regatta- und Festivaltagen konnten die Hauptorganisatoren der Travemünder Woche eine sehr zufriedene Gesamtbilanz ziehen. Mit 274 Wettfahrten von 870 Booten und 1600 Teilnehmern war das Segelprogramm der Travemünder Woche so voll wie seit Corona nicht mehr. Und auch die Besucherzahlen gehen nach oben. Obwohl die Woche auch immer ein paar Regenschauer bereit hielt, war es eine überwiegend sonnige Travemünder Woche, die trotz durchwachsenem Abschlusssonntag das angepeilte Ziel von 600.000 Besuchern erreichte.

„Mit den zahlreichen Klassen und den großen Feldern hatten wir einige Herausforderungen in der Organisation zu meistern. Deshalb haben wir sehr früh mit den Planungen begonnen. Der Flächenbedarf für das Camping der Teilnehmer und die Liegeplätze der Boote war deutlich höher als im vergangenen Jahr. Das zieht natürlich weitere Aufgaben nach sich wie die Bewachung, erhöhten Bedarf an Sanitäranlagen, an Strom- und Wasserleitungen. Aber die Organisation hat gut geklappt. Bei ein paar Hakern zum Beginn, wie sie üblich sind, haben wir schnell nachsteuern können“, sagte TW-Geschäftsführer Frank Schärffe.

Der Sportdirektor der Travemünder Woche, Jens Kath, konnte direkt anknüpfen: „Die RS Games, die gemeinsamen Meisterschaften der verschiedenen RS-Klassen, haben für eine tolle Atmosphäre gesorgt. Man hat das Gefühl, dass es eine große RS-Familie ist, in der sich fast alle kennen. Die Partys waren sehr stimmungsvoll, beim Abschlussfest am Samstagabend wurde bis spät in die Nacht am Strand getanzt.“ Auch mit den weiteren internationalen Meisterschaften, der WM der Vaurien und dem Goldcup der Folkeboote, waren sehr angenehme Sportler in Travemünde.

Die Organisatoren Jens Kath, Frank Schärffe und Uwe Bergmann (von links) können zufrieden Bilanz einer spannenden und stimmungsvollen Travemünder Woche ziehen. Foto: ra

Mit dem Ausblick auf die kommenden Jahre freute sich Jens Kath über ein breit gefächertes Angebot: „Nächstes Jahr haben wir die gemeinsamen Deutschen Jugendmeisterschaften in Travemünde, ein Ereignis, das nur alle vier oder fünf Jahre vom Deutschen Segler Verband ausgetragen wird. Dazu kommen die Drachen mit ihrem Goldcup. Die haben in den vergangenen Jahren hier schon Regatten ausgetragen und wollen nun ihren wichtigsten Wettbewerb im Rahmen der Travemünder Woche segeln. Auch für 2028 haben wir schon große Regatten, die wir verkünden können. Die 29er werden hier ihre Europameisterschaft austragen. Sie waren bereits 2012 mit ihrer Weltmeisterschaft zur TW. Dazu haben wir die Weltmeisterschaft der Dart, einer schnellen Katamaranklasse, und weitere Deutsche Meisterschaften. Es freut mich, dass wir in den kommenden Jahren also wieder viele junge Seglerinnen und Segler in Travemünde haben werden.“

Ein junges und feierfreudiges Publikum konnte auch Uwe Bergmann, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur uba, vermelden. Der große Zuspruch war dabei auch auf das Wetter zurückzuführen: „Petrus muss ein Travemünder sein“, sagte Uwe Bergmann. Denn bis auf den Abschlusssonntag gab es Sonne satt, auch wenn ein paar – auch heftigere – Regenschauer für Abkühlung sorgten. „Aber wir hatten viele tolle Abende. Und dann kann man diese tolle, entspannte Atmosphäre hier in Travemünde sehr schön erleben. Leider hatten wir an einem der ersten Abende eine unschöne Auseinandersetzung mit einer größeren Personengruppe, auch körperlicher Art. Danach haben wir das Sicherheitskonzept in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt noch verstärkt, so dass es danach sehr friedlich geblieben ist. Man muss sagen, dass das Festival-Areal der Travemünder Woche sehr gut durch Sperren und Barrieren abgesichert ist. Wir danken der Polizei und der Stadt Lübeck, dass sie sich hier in diesem Maße einbringt. Das ist durchaus nicht überall so.“

Die Unterstützung des neu gegründeten Fördervereins Freunde der Travemünder Woche hat zudem dazu beigetragen, das Festivalprogramm weiter aufzuwerten. Die Eröffnungsfeier, die Lasershows an der Passat und auch das Engagement von Alex Christensen and Friends wurden damit möglich. Im kommenden Jahr könnten bei einem weiteren Wachsen des Förderkreises noch mehr Programmpunkte möglich gemacht werden.