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Die deutschen Teams Kjell Haschen/Iven Fromm (links) sowie Simon Heindl/Conrad Jacobs rahmen die iatlienischen Weltmeister ein. Foto: 49er.org

Zwei WM-Medaillen für SH-Teams

Rechtzeitig zur Junioren-Weltmeisterschaft der 49er vor Medemblik/Niederlande hat das Lübeck-Kieler Duo Kjell Haschen/Iven Fromm (LYC/KYC) seine Top-Leistung abgerufen. Die Weltmeister des vergangenen Jahres segelten auch diesmal wieder auf das Podium. In einem hochspannenden und dramatischen Finaltag mussten sie nur den Italienern Lorenzo Pezzilli/Tobia Torroni den Vortritt lassen. Auch Rang drei wurde durch ein SH-Team belegt. Simon Heindl/Conrad Jacobs (KYC), Junioren-Weltmeister von 2024, komplettierten das Podium.

Vor dem Finaltag hatte sich bereits der Zweikampf an der Spitze zwischen Deutschland und Italien abgezeichnet. Die Titelverteidiger aus Lübeck und Kiel hatten sich trotz einer Frühstart-Disqualifikation in einer frühen Phase der Regatta wieder in eine aussichtsreiche Position gebracht. Zwei Siege in der Vorrunde und zwei am ersten Tag der Finalrunde hatten sie zu heißen Anwärtern auf das Gold gemacht.

Auch Simon Heindl/Conrad Jacobs hatten starke Phasen bei dieser WM auf dem Ijsselmeer. Doch zum Start in die Finalrunde, kassierten viele Punkte und gingen mit deutlichem Rückstand auf die beiden führenden Mannschaften in den finalen Tag.

Kjell Haschen und Iven Fromm hatten die Hand am Gold, gewannen am Ende Silber. Foto: 49.org

So belauerten sich Haschen/Fromm und Pezzilli/Torroni in den letzten drei Rennen zum Abschluss. Im ersten Rennen des Tages demonstrierten beide Teams ihre Ausnahmeleistung bei dieser WM, kamen als Erste und Zweite ins Ziel. Durch den Sieg zogen die Italienern nach Punkten mit den Deutschen gleich.

Das zweite Rennen entwickelte sich zu einem nervenaufreibenden Krimi: Beide Teams segelten so dicht beieinander, dass sie an einer Gate-Boje in dichten Verkehr gerieten. Während sie sich gegenseitig im direkten Duell bekämpften, kenterten beide Boote. Für Pezzilli und Torroni war es das Streichresutat, Haschen/Fromm mussten wegen der Frühstart-Disqualifikation in der früheren Wettfahrt dagegen den 15. Platz in die Wertung nehmen.

Damit waren die Italiener zum Abschlussrennen klar im Vorteil. Ein fünfter Platz reichte ihnen, um den Titel einzufahren. Haschen/Fromm kamen mit dem dritten Platz zum Abschluss zwar noch einmal auf zwei Zähler heran. Am Ende war es aber Silber.

Einen starken Schlusstag hatten Heindl/Jacobs. Mit der Top-Serie 5, 3, 1 kletterten sie noch auf den Bronzerang. Die beiden jungen SH-Brüderpaare Johann und Anton Sach (LYC) sowie Per und Frederik Schwall (KYC) hatten jeweils den Sprung in die Goldflotte geschafft und landeten schließlich auf den Plätzen 16 und17 unter den 53 Teams. Bei den Frauen der 49erFX landeten Eleonora Röpke/Liv-Grete Böttger (KYC) auf Platz 13.