Spannende Masters-Rennen auf dem Wittensee
Geballte Segelerfahrung traf sich am vergangenen Wochenende auf dem Wittensee zur großen Regatta. 66 Seglerinnen und Segler mit einem Mindestalter von 30 Jahren gingen bei den Wittensee Masters an den Start. Vor allem die Leistungsdichte in der Spitzengruppe der Klasse ILCA 7 war sehr eng. Am Ende setzte sich hier Helge Spehr aus Kiel durch. Bei den ILCA 6 griff sich wie im vergangenen Jahr der Niederländer Wilmar Groenendijk die Siegertrophäe.
Aufgrund der Wetterprognose entschied Wettfahrtleiter Ralf Meier vom WSC am Wittensee, am ersten Wettfahrttag bei gutem nordwestlichen Wind vier Wertungsläufe durchzuführen und die Regatta mit den beiden letzten Durchgängen am windschwächeren Sonntag ausklingen zu lassen.

Und es war die goldrichtige Entscheidung, die einen hochspannenden Wettbewerb garantierte. Am Ende des ersten Tages konnte sich in der Klasse ILCA 7 keiner der ersten acht Segler richtig absetzen. Fast jeder hatte neben seinen guten Platzierungen auch einen „Ausreißer“ gesegelt.
Die beiden Sonntags-Läufe mischten das Feld dann noch einmal durch, der westliche schwächere Wind sorgte für manche Überraschung. Unbeeindruckt davon agierte Helge Spehr, der eine große Beständigkeit zeigte und als schlechtestes Resultat im Feld der 35 Starter einen sechsten Platz zu verbuchen hatte.

So stand er am Ende der Serie mit insgesamt drei Tagessiegen, einem zweiten und einem fünften Platz in der Wertung souverän auf dem obersten Treppchen. Zweiter wurde Lutz Hirsch aus Hamburg vor dem ehemaligen Deutschen Meister in diversen Klassen, Carsten Kemmling.

In der Klasse ILCA 6 führte ab dem ersten Durchgang Wilmar Groenendijk aus Rotterdam. Sein Streichergebnis war ein zweiter Rang. Auch die beiden zweiten Plätze am Sonntag waren keine Gefahr für den Gesamtsieg. Thorsten Wyk aus Schwerin belegte den zweiten Rang, und Alexandra Behrens aus Hamburg, Aktivensprecherin der Masters-Segler und ehemalige Masters-Weltmeisterin, konnte sich den 3. Platz sichern.
Behrens wurde auch die Siegerin der Damengruppe mit zwölf Seglerinnen, die eine Sonderwertung der Klasse ILCA 6 erhielten. Ganz neu in dieser Gruppe war Jana Scherbarth (Hamburg), die wegen der Altersbeschränkung erstmals an den Start ging. Durch einen Mastbruch konnte sie ein Wertungsrennen nicht beenden. Dennoch belegte sie den zweiten Platz, gefolgt von Eva Wever (Bremen).
Mit dem 86-jährigen Peter Koloske stellte der Ausrichterverein den ältesten Teilnehmer der Veranstaltung.
Manfred E. Fritsche