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Eine Chance für Einblicke in eine hochklassige Regatta bot die EM der 49er, 49erFX und Nacra 17 beim SCE. Foto: Nimanet

SVSH-Projekt stärkt länderübergreifende Wettfahrtleiter-Kommunikation

Der SVSH setzt auf eine praxisnahe Aus- und Fortbildung von Wettfahrtleitenden – und die endet nicht an der Landesgrenze. Eigeninitiative wird dabei ausdrücklich unterstützt. Wie daraus eine besondere Verbindung entstehen kann, zeigte eine Hospitation während der Europameisterschaft der olympischen Bootsklassen 49er, 49erFX und Nacra 17 in Eckernförde.

Michael Schraml sen. aus Bayern hatte sich im Vorfeld der EM an den Segelclub Eckernförde gewandt, um bei einer hochrangigen internationalen Regatta hinter die Kulissen schauen zu können. Sein Ziel war es, praktische Erfahrungen zu sammeln und damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zur nationalen Wettfahrtleiterlizenz zu gehen.

Dank einer passenden Konstellation in der Teamplanung des SCE konnte diese Idee in die Tat umgesetzt werden. Vom ersten Wettfahrttag bis zum letzten Signal der Final Series bekam Michael auf den Bahnen von Konrad Sagebiel und Jan-Niklas Czekala tiefe Einblicke in die Arbeit des Wettfahrtkomitees und unterstützte die jeweiligen Teams tatkräftig.

Michael Schraml sen. (links) zusammen mit Jan-Niklas Czekala (mitte) und Anne Malledant aus Frankreich (rechts) beim Legen des Kurses Foto: Nimanet

Dabei war er immer mittendrin im Geschehen der Europameisterschaft und konnte die Abläufe auf dem Startschiff hautnah miterleben. Von der Vorbereitung und Kommunikation im Team über Startverfahren und Bahnmanagement bis hin zu den Entscheidungen, die bei wechselnden Bedingungen innerhalb kürzester Zeit getroffen werden mussten.

Die Erfahrungen aus Eckernförde werden Michael in Zukunft bei der Durchführung seiner Regatten in Bayern unterstützen. Gleichzeitig hat die Hospitation die enge Verbindung zwischen dem Bayerischen Segelverband und dem Segler-Verband Schleswig-Holstein auch auf Ebene der Wettfahrtoffiziellen weiter gestärkt.

Diese Hospitation ist ein gutes Beispiel dafür, wie Eigeninitiative, Gastfreundschaft und verbandsübergreifender Austausch die Qualität der Regattaarbeit nachhaltig fördern können. Und sie ist auch noch nicht beendet! Bereits zur IDJM der 420er im Yacht Club Strande (29.09. – 03.10.2026) wird sie fortgesetzt.

Jan-Niklas Czekala
Lehrbeauftragter für Wettfahrtleiter im SVSH