LYC und FSC mitten im Aufstiegskampf
Einen Spieltag vor Abschluss der Segelbundesliga steht der NRV Hamburg vor seinem nächsten Titelgewinn. Die Hamburger gewannen auf dem Wannsee den fünften von sechs Spieltagen und haben nun 3 Punkte Vorsprung vor dem zweitplatzierten Joersfelder SC. Damit ist den Hamburgern nur noch theoretisch der Titel zu nehmen. Es wäre für den NRV die erfolgreiche Titelverteidigung und die neunte Meisterschaft in der Geschichte der Bundesliga.
Eng gestaffelt ist das Feld in der zweiten Liga nach dem Berliner Act. Der Spieltag-Sieg holte sich zwar der ASV Warnemünde, in der Gesamtwertung geben allerdings andere Teams den Ton an. Hier führt der SC Ville knapp vor dem Lübecker YC und dem Konstanzer YC. Auch der viertplatzierte Flensburger SC hat noch Chancen auf die Zweitliga-Meisterschaft.
Berlin bot an diesem Wochenende einen bunten Wettermix. Schon der erste Wettfahrttag stellte die Teams vor Herausforderungen: Der Wind war über den gesamten Tag sehr böig und drehig, zum Abend flaute er ab und verlangte den Crews Leichtwindkönnen ab. Der Samstag bot mit böigem Südwestwind von bis zu 20 Knoten beste Segelbedingungen. Vor allem auf den Vorwindkursen entstanden spektakuläre Bilder, und die für den Wannsee typischen Winddreher sorgten für die gewohnte Spannung auf dem Wasser.
Da an den ersten beiden Tagen schon viele Rennen gesegelt waren, folgte am Sonntag nur noch ein kurzes Programm – ganz im Sinne vieler Teams. Denn der Wind packte noch einmal eine Schippe drauf und sorgte für gehörig Druck in der Luft.
An der Spitze der Ersten Liga lieferten sich der NRV und der Berliner Yacht-Club ein Rennen bis zum Schluss: Vor dem letzten Wettfahrttag lagen beide Teams punktgleich vorn, am Ende trennten sie drei Punkte. Dahinter kam der Joersfelder Segel-Club auf Rang drei, gefolgt vom Bayerischen Yacht-Club (46) und dem Mühlenberger Segel-Club (47).
Die beiden schleswig-holsteinischen Vertreter, der Kieler YC und die SV Itzehoe, konnten sich jeweils im Mittelfeld etablieren und beendeten die Rennen von Berlin auf den Plätzen sieben und neun. Damit steht der KYC in der Gesamtwertung auf Platz zehn und hat den Klassenerhalt so gut wie gesichert. Die SV Itzehoe verharrt zwar weiter auf dem letzten Rang in der Ersten Liga, hat sich durch das gute Abschneiden auf dem Wannsee aber die Chance erhalten, am letzten Spieltag noch auf einen Nicht-Abstiegsplatz vorzurücken.

Besser sieht es für die SH-Vereine in der Zweiten Liga aus. Der Flensburger SC rückte durch den zweiten Rang in Berlin auf den vierten Rang und damit einen Aufstiegsplatz vor. Noch besser steht der Lübecker YC da. Der LYC kann durch den fünften Platz von Berlin sogar auf den zweiten Rang vorrücken. Im Mittelfeld auf Rang elf der Zweiten Liga rangiert der Lübecker SV als dritter SH-Verein.
Zum Finale vom 15.-17. Oktober, ebenfalls auf dem Wannsee, ist in der Zweiten Liga allerdings noch vieles offen, da das Feld eng gestaffelt ist. Die ersten vier Vereine trennen vor dem letzten Spieltag nur drei Punkte. Der Verein Seglerhaus am Wannsee, der den Spieltag als Zwölfter beendete, fiel von Rang eins auf Rang fünf zurück – zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz. Das Finale im Oktober richtet der VSaW selbst aus.