Wind satt in Travemünde zur IDJM der iQ-Foiler
Travemünde hat bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der iQ-Foiler und der zeitgleich ausgetragenen Landesjugendmeisterschaft seinem Ruf als anspruchsvolles Revier alle Ehre gemacht: Über weite Strecken herrschten kräftige Winde, in denen 16 Wettfahrten gelangen. Das SVSH-Team war bei der Regatta nahezu vollständig vertreten. Lediglich Lena Schmäh konnte verletzungsbedingt nicht an den Start gehen.
Hinter den bayerischen Top-Surfern Moritz Schleicher und Matti Winkler schafften sechs Kaderathleten aus dem SVSH schafften den Sprung in die Top Acht der Gesamtwertung: Auf den Rängen drei bis acht der Gesamtwertung landeten Paul Regber, Tom Franke, Philipp Köhlert, Noah Schmäh, Karl Matysik und Julian Ahrens.
Auch in den Altersklassen konnten die Schleswig-Holsteiner starke Ergebnisse erzielen. In der Youth-Wertung (U19) belegte Paul Regber den dritten Platz. In der Junior-Wertung (U17) sicherte sich Karl Matysik Rang eins, Julian Ahrens wurde Zweiter.
Der erste Wettkampftag begann bei herbstlichen Bedingungen. Der Wind kam aus westlichen Richtungen und lag zunächst bei etwa 14 bis 15 Knoten, nahm im Tagesverlauf jedoch ab. Erst am Nachmittag ging es aufs Wasser. Drei Up-and-Down-Rennen standen zum Auftakt auf dem Programm. Für die Athleten war die kräftige Brise eine willkommene Abwechslung.
Paul Regber, der nach dem ersten Tag bereits eine gute Ausgangsposition hatte, genoss vor allem die Bedingungen: „Es war sehr schön, dass wir mal Wind hatten – und ja, es waren geile Conditions hier in der Lübecker Bucht.“ Nach mehreren Meisterschaften und Welt- beziehungsweise Europameisterschaften mit wenig Wind war die kräftige Brise für ihn eine willkommene Abwechslung. Karl Matysik fand am ersten Tag noch nicht ganz in seinen Rhythmus. „Da lief es noch nicht so gut, weil noch nicht so viel Wind war“, erinnerte er sich.
In den folgenden Tagen sollte sich das deutlich ändern. Der Wind drehte am Samstag auf Südwest und frischte auf etwa 14 bis 18 Knoten auf, dazu kamen Böen bis rund 27 Knoten. Bei 17 bis 18 Grad blieb das Wetter wechselhaft und zeitweise regnerisch. Insgesamt konnten sechs Up-and-Down-Rennen absolviert werden – ein intensiver Wettkampftag für die jungen Foiler.
Für Tom Franke lief die Meisterschaft zu diesem Zeitpunkt besonders stark. „Ich konnte gut mithalten mit den anderen und habe auch super geführt und lag bis zum zweiten Tag auf Platz drei“, berichtete er. Das Training nach der Weltmeisterschaft habe sich ausgezahlt.

Der Sonntag verlangte den Athleten noch einmal alles ab. Der Wind drehte auf West und nahm weiter zu. Zeitweise wurden 16 bis 19 Knoten gemessen, mit Böen bis etwa 25 Knoten. Das Wettfahrtkomitee nutzte das vorhandene Wetterfenster konsequent, bevor das Unwetter kam: Drei Upwind-Sprints und zwei Up-and-Down-Rennen konnten abgeschlossen werden. Insgesamt standen damit 16 Wettfahrten in den Büchern.
Die unterschiedlichen Formate stellten die Athleten vor neue Herausforderungen. Tom Franke musste sich an die Upwind-Sprints zunächst gewöhnen: „Da kam ich noch nicht so klar.“ Trotzdem blickt er zufrieden auf seine Meisterschaft zurück – insbesondere auf den Speed, mit dem er über weite Teile der Regatta mithalten konnte. Für Philipp Köhlert waren die verschiedenen Formate ein besonderer Reiz: „Wir sind Kursrennen und Upwind-Sprints gefahren. War cool, dass wir beides fahren konnten.“ Im letzten Rennen musste er aufgrund einer Zerrung allerdings vorzeitig aufgeben.
Noah Schmäh machte vor allem das flache Wasser zu schaffen. Trotz des starken Windes fehlte ihm die Welle, die ihm normalerweise entgegenkommt. „Bei weniger Wind hätte ich viel besser performen können“, fasste er seine persönliche Einschätzung zusammen. Auch Julian Ahrens fand Gefallen an der Veranstaltung und den Bedingungen, wenngleich der kräftige Wind für ihn aufgrund seines geringeren Körpergewichts eine besondere Herausforderung darstellte: „Bei weniger Wind hätte ich sogar noch besser performed.“
In der LJM-Wertung sicherte sich Paul Regber den Titel vor Tom Franke und Philipp Köhlert. Damit endete in Travemünde ein intensives Meisterschaftswochenende mit anspruchsvollen Windbedingungen und starken Ergebnissen für den SVSH.