Segelfachverbände aus Bayern und NRW wollen Kiel für Olympia
Vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes für eine mögliche deutsche Bewerbung um künftige Olympische und Paralympische Spiele der Jahre 2036, 2024 oder 2044 am 26. September in Baden-Baden haben sich die Landessegelverbände aus Bayern (BSV) und Nordrhein-Westfalen (SVNRW) bereits für einen Segelstandort positioniert. Sie sehen in Kiel-Schilksee die optimale Austragungsstätte für olympische Segelwettbewerbe.
Bislang bewirbt sich neben Kiel auch Rostock-Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern um die Ausrichtung der Segeldisziplinen. Die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein verfüge über das ideale Revier, den Glanz einer Segelstadt von Weltrang, eine bereits erprobte Infrastruktur und als einziger Bundesstützpunkt Segeln auch über das Potenzial, deutsche Erfolge bei olympischen und paralympischen Heimspielen zu befördern, heißt es in den Positionspapieren der Verbände.

Beide Verbände haben ihre sportfachlichen Argumente an die Bewerbungskommissionen für München bzw. KölnRheinRuhr übermittelt. Noch ist bei den beiden Bewerberstädten der Segelstandort Kiel oder Warnemünde offen. Berlin hatte sich schon frühzeitig auf Warnemünde festgelegt. Doch für die Fachverbände steht fest: Kiel würde der deutschen Bewerbung zusätzliche Zugkraft verleihen.
Der Bayerische Segelverband erklärt: Kiel-Schilksee verfügt über eine weltweit einzigartige Kombination aus bewährter Infrastruktur, olympischer Tradition und herausragenden Segelrevieren. Das Olympiazentrum Schilksee ist bis heute eines der bedeutendsten Segelzentren Europas. Das Revier der Kieler Förde bietet Weltklassebedingungen. Und weiter führt der BSV aus: „Die Einbindung eines erfahrenen Segelstandorts wie Kiel stärkt die Glaubwürdigkeit und internationale Strahlkraft einer Bewerbung Münchens“.
Aus Sicht des Segler-Verbandes Nordrhein-Westfalen habe sich Kiel kontinuierlich zum führenden deutschen Segelstandort entwickelt. Kiel verbindet olympische Erfahrung mit einer leistungsfähigen, modernen und nachhaltig weiterentwickelten Infrastruktur, exzellenten Segelrevieren und hoher organisatorischer Kompetenz, heißt es im Positionspapier des SVNRW.
Kiel-Schilksee verbinde wie kein anderer deutscher Segelstandort olympische Tradition und Erfahrung, den Bundesstützpunkt des Deutschen Segler-Verbandes, international anerkannte Segelreviere, eine moderne und nachhaltig weiterentwickelte Infrastruktur sowie eine langfristige Strategie zur Förderung des deutschen Leistungs- und Nachwuchssports, so der SVNRW.