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Mit dem deutschen Titelgewinn auf dem Bodensee beendet Ole Schweckendiek die Saison in Deutschland. Foto: German Sailing Team/Felix Diemer

Ilca-Männertitel geht an Ole Schweckendiek

Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Ilca-Männer und -Frauen haben sich die Top-Segler reichlich Gemüse abgeholt. Denn für die Athleten auf dem Podium gab es neben den Medaillen und Urkunden große Erntekörbe von der Halbinsel Reichenau, wo die Meisterschaften ausgetragen worden sind. Für frische Vitamine zuhause in Kiel konnte Ole Schweckendiek sorgen. Der Vorzeige-Athlet aus Schleswig-Holstein holte sich den Titel im olympischen Ilca 7, zeigte damit einmal mehr seine außergewöhnliche Entwicklung im deutschen Segelsport.

Für Obst und Gemüse aller Art ist Reichenau bekannt, für Wind steht die Halbinsel im Bodensee allerdings nicht. Und das war auch bei den Titelkämpfen der Ilca 6-Damen sowie der Männer im Ilca 6 und Ilca 7 der Fall. Über die Meisterschaftstage huschte nur ein leichter Hauch über den See. Aber immerhin gelangen sechs der geplanten zehn Wettfahrten und boten spannenden Sport.

In der olympischen Ilca 7-Klasse wurde Ole Schweckendiek in Abwesenheit von Philipp Buhl gerecht. Zwar sprang für den WM-Elften im Verlaufe der Serie nur ein Rennsieg heraus, doch die Konstanz sorgte für die Entscheidung. Neben dem Sieg brachte der 22-Jährige noch vier zweite Plätze in die Wertung ein. Einen vierten Rang konnte er streichen.

Trotz schwacher Winde hatte Ole Schweckendiek Spaß auf dem Bodensee. Foto: German Sailing Team/Felix Diemer

Dennoch war die Meisterschaft eng und die Entscheidung bis zum letzten Rennen offen. Der Berliner Philip Walkenbach segelte ebenfalls nie schlechter als Rang vier und hatte schließlich nur zwei Punkte Rückstand auf Schweckendiek. Und auf der drittplatzierte Julian Hoffmann aus dem Allgäu segelte konstant unter den Top-Fünf und war eng dran an der absoluten Spitze. So feierte das Trio souveräne Medaillengewinne. „Es waren enge und schöne Rennen mit den Jungs“, kommentierte Schweckendiek den Titelkampf.

Für einen weiteren Top-Ten-Platz unter den Ilca 7 sorgte SVSH-Landestrainer Noah Piotraschke. Der 27-Jährige wechselt einmal im Jahr traditionell das Motorboot gegen die Jolle, steigt zur Deutschen Meisterschaft auf den Ilca. Erfolgreich – wie er in diesem Jahr einmal mehr bewies. Nach verhaltenem Auftakt punktete er mit fünf Rennen in den Top-Ten und landete am Ende als zweitbester SH-Segler auf Rang sechs.

Top-Ergebnisse für Schleswig-Holstein gab es auch in der Ilca 6-Klasse des männlichen Nachwuchses. Auf der Jagd nach einer Medaille musste sich Moritz Engel nur knapp geschlagen geben. Lediglich ein Punkt fehlte dem Kieler schließlich auf rang drei. Im Verlaufe der Serie landete er einen Tagessieg, hatte schließlich nur das Hamburger Trio von Nick Lahme, Ivan Gribov und Tim Ambos vor sich. Der Lübecker Moritz Thiel landete hier auf Rang 13.

Den Titel bei den Ilca 6 Damen holte sich die favorisierte Julia Büsselberg (Berlin) nach einem engen Kampf mit der Hamburgerin Cassandra Jansch und Amelie Elstner vom Bodensee. Beste SH-Seglerin war Pauline Bastian vom Flensburger SC auf Rang 17.