Windarme 29er-Meisterschaft am Chiemsee
Die Segelsaison geht ihrem Ende entgegen. Für viele Klassen heißt das aber, dass noch einmal die nationalen Höhepunkte mit den Deutschen Meisterschaften anstehen – oft wird dafür das Wochenende über den 3. Oktober genutzt. Die 29er waren indes schon früher zur IDJM auf dem Wasser. Mitte September hatte der Seebrucker Regattaverein an den Chiemsee geladen. 42 Teams waren am Start, den Titel sicherten sich die Württemberger Olha Lubianska/Liv Martin.
Für das beste Ergebnis aus Sicht des SVSH sorgten Niels Tinnemeier/Luise Schmidt als Sechste. Mit Johan Müller/Julia von Geyr sowie Maiken Fromm/Cidalia Voigt kamen als Siebte und Achte in der Gesamtwertung zwei weitere Teams des Kieler YC ebenfalls in die Top-Ten.In der IDJM-Wertung ging es für die Mannschaften des KYC sogar jeweils einen Platz weiter nach oben. Und in der U17-Wertung gewannen Johan Müller/Julia von Geyr die Bronzemedaille.
Maiken und Cidalia berichten von den Meisterschaftstagen.
„Für uns Seglerinnen und Segler des Kieler Yacht-Clubs wurde die Meisterschaft zu einer besonderen Herausforderung, denn die gesamte Regatta war von sehr wenig, drehendem und böigem Wind geprägt.
Bereits am Montag starteten manche von uns mit der Trainingswoche. Bei wenig Wind konnten wir die ersten Einheiten auf dem Wasser absolvieren und das Revier kennenlernen. Am Dienstag war dann überhaupt kein Wind, sodass kein Training möglich war. Am Mittwoch ergab sich noch einmal ein kleines Zeitfenster, in dem wir trainieren und den See weiter erkunden konnten.

Neben dem Segeln haben wir die Zeit aber auch genutzt, um bei dem tollen Wetter in Bayern fast jeden Tag baden zu gehen. Nach den Trainingseinheiten sind wir außerdem öfter noch eine Runde joggen gegangen. Am Donnerstag begann schließlich die Deutsche Meisterschaft. Der erste Wettfahrttag verlief allerdings kurz: Ein Rennen wurde gestartet, konnte wegen der schwierigen Bedingungen jedoch nicht beendet werden. Anschließend wurde der Wettfahrttag abgebrochen.
Am Freitag hieß es für uns früh aufstehen. Bereits um 5 Uhr klingelte der Wecker, da um 7:30 Uhr das erste Startsignal angesetzt war. Insgesamt konnten wir an diesem Tag drei Rennen segeln. Nach zwei Wettfahrten ging es noch einmal kurz an Land, bevor wir für das dritte Rennen wieder aufs Wasser geschickt wurden.
Der Samstag stand dagegen ganz im Zeichen des Wartens. Nach dem frühen Aufstehen und unserer Ankunft am Club wurde zunächst eine sechsstündige Startverschiebung gesetzt. Die lange Wartezeit haben wir genutzt, um uns zu beschäftigen und bei dem schönen Wetter auch wieder baden oder eine Runde joggen zu gehen. Letztlich wurde der Tag ohne Rennen beendet.
Am Sonntag, dem letzten Tag der Meisterschaft, konnten wir noch vier Rennen bei sehr wenig Wind segeln. Die Bedingungen blieben dabei schwierig: Der Wind drehte häufig, war böig und nur schwer vorhersehbar. Für uns als Kieler Yacht-Club gab es am Ende durch drei Top-Ten-Platzierungen gute Ergebnisse.

Auch an Land war für eine gute Atmosphäre gesorgt. Der ausrichtende Verein gab sich viel Mühe und organisierte an den Abenden verschiedene gemeinsame Essen – unter anderem einen Grillabend, Curry, Schnitzel und eine bayerische Brotzeit. Trotz der langen Wartezeiten nehmen wir viele Learnings aus der Meisterschaft mit und freuen uns schon auf die nächste Regatta in den Niederlanden Mitte Oktober.“